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BLAUFRÄNKISCH

KLASSIK

Jahrgang 2017

Alkohol 13,5 Vol%
Restzucker 4,5 g/l
Säure 5,2 g/l

Charakteristik: rubinrote Farbe, Frucht nach Kirschen und Preiselbeeren mit einer würzig frischen Säure und kräftigen Tanninen präsentiert sich dieser Wein am Gaumen, hält lange an

Speisenempfehlung: Wild- und Kalbspasteten, Lasagne, Pilze, Rindfleisch, Weisschimmelkäse

*wein & traubendieb

Guter Geschmack lässt sich stehlen.
Das wusste man schon um 1700,
als in den Eichewäldern um Horitschon
Weintraubendiebe umhergingen.

von verbrechern und helden

Gerichtsverhandlung aus dem Jahr 1747

Angeklagt wurden drei Nuss- und Weintraubendiebe, die sich im Herbst 1747 in das Weingebirge Deutschkreutz des Weingartenhüters Michael Haydenreich begaben, um Nüsse und Trauben von den Bäumen und Reben zu stehlen. Nach mehrmaliger Verwarnung wurden sie schließlich von dem Weingartenhüter mit seinem sogenannten „Hüter-Hackl“ verjagt: „Der Hüter nahm sein Hüter- Hackl und schlug sodann (...) mit dem Stiel zweimal über den Buckel (...), außerdem schimpfte er noch ordentlich.“

Generell ist zu sagen, dass Weintraubendiebstahl in alter Zeit keinesfalls als Kavaliersdelikt galt. In manchen Berichten ist als Strafe dafür sogar das Abschneiden der Ohren überliefert.

 

 

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Blaufränkisch

RIED GFANGER

MITTELBURGENLAND DAC

Jahrgang 2017

Alkohol 13,5 Vol%
Restzucker 1,3 g/l
Säure 5 g/l

Charakteristik: dunkles Rubinrot, in der Nase zarte Holztöne mit dem Geschmack von Gewürznelken und Brombeeren, angenehme Säure mit schön ausgereiften Tanninen, schöner runder Abgang mit einem Hauch Vanille

Speisenempfehlung: Wild- und Kalbspasteten, Lasagne, Pilze, Rindfleisch, Weisschimmel- und Rotschmierkäse (z.B. Romadur, Limburger)

*Gugafanga

Der Klang des Kuckucks trieb
die Bürger um den Eichenwald
zu enormen Taten. Der Klang des Weines
ebenfalls – und das gelang.

Wie aus den Horitschoner
die „Gugafanga“ wurden

Überlieferungen zufolge gab es im Horitschoner Eichenwald einen Kuckuck, dessen Rufe so laut waren, dass die Horitschoner Bewohner beschlossen, ihn aufzusuchen und zu fangen. Sie machten sich auf den Weg und konnten den Kuckuck in der Tiefe des Eichenwalds tatsächlich aufspüren. Nachdem sie herausgefunden hatten, in welchem Baum er lebte, beschlossen sie kurzerhand diesen zu fällen. Nach getaner Arbeit aber entfloh ihnen der Kuckuck zum nächstgelegenen Baum, welchen die Horitschoner Holzfäller ebenso umsägten. So geschah es schließlich mit allen Eichenbäumen, bis sich der Kuckuck am Ende ins nachbarliche Raiding zurükzog. Seitdem werden Horitschoner von ihren Nachbarn liebevoll – oder auch nicht – „Gugafanga“ genannt.

 

 
 
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Merlot

KLASSIK

Jahrgang 2017

Alkohol 13 Vol%
Restzucker 3,9 g/l
Säure 5,4 g/l

Charakteristik: Dunkles Granatrot mit Randaufhellung. Zwetschken, blauberige Noten, etwas Erdbeere. Zarte Würze. Guter Trinkfluss. Angenehm anhaftender Nachhall.

Speiseempfehlung: Pasta und leichten Käse. Aber auch zu Rohschinken oder geselchten Speisen.

*hoch zu ross

Ein Hoch auf Ross und Reiter,
die Sonne des Eichenwaldes auf sie heiter.
Des Bernsteinweges lang,
der Wagenräder Klang.

Erkundungsritt und Weinlehrpfad

Aufgrund seiner reichen Weinbaugeschichte gilt das Blaufränkischland als beliebtes Ausflugsziel. Um die weitläufigen Weinberge ausreichend zu erkunden, haben sich im Laufe der Jahre immer mehr Reiterclubs und Reitställe in den Gemeinden angesiedelt, die unterschiedliche Angebote für Weininteressierte bereithalten. Beispielsweise können Besucher über das Blaufränkischland anhand eines Erkundungsritts entlang des Horitschoner Weinlehrpfades mehr erfahren und tauchen ein in die sagenhafte Welt des Eichenwaldes.

 
 

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Grüner Veltliner

KLASSIK

Jahrgang 2018

Alkohol: 12 % Vol.   
Säure 5,1 g/l
Restzucker 4,1 g/l

Charakteristik: Helles gelbgrün, feine fruchtige Anklänge nach Grapefruit und gelben Äpfeln, saubere würzige Struktur mit frischer Säure, angenehmer leichter fruchtiger Abgang, am Besten gekühlt servieren.

Speisenempfehlung: Roher Schinken, Terrinen, Schalentiere, Teigwaren, Pizza, Geflügel, gebratenes Fleisch, Schmelz- und Streichkäse

*Verstecken spielen

Wo ein Wille, da ein Wein,
heimlich musste der Weinbau sein,
weshalb man sich mit Kukuruz
zur Wehr setzte. Es gelang.

Illyrer, Kelten, Römer,
... und Kukuruz

Die Geschichte des Weinbaus lässt sich zurückverfolgen bis ins 5. Jahrhundert vor Christus - bereits damals waren die Illyrer im Blaufränkischland ansässig und bestens vertraut mit dieser Praxis.

Darauffolgende Volksgruppen wie die Kelten und die Römer förderten den Weinbau so sehr, dass der römische Kaiser Domitian den Anbau neuer Reben verbieten ließ, weil er um das Monopol des italienischen Weines fürchtete. Erst 185 Jahre später hob Kaiser Probus dieses Verbot wieder auf.

Er gilt daher bis heute als Förderer des österreichischen Weines. Aufgrund des Verbotes wurde Kukuruz (Mais) um die Weinreben angebaut, welcher durch seine Größe die Weinreben verschwinden ließ. Auf diese Weise konnten die Weinreben versteckt angebaut werden.

 

 

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ROSÉ

KLASSIK

Jahrgang 2018

Alkohol: 12,5 % Vol.
Säure 5,7 g/l
Restzucker 2,3 g/l

Charakteristik: helles Zwiebelschalenrot, in der Nase nach Hawaiananas und gelben Äpfel, am Gaumen süßlichfruchtig mit ausgewogenem Säurespiel, angenehmer Abgang, am Besten gekühlt servieren

Speisenempfehlung: roher Schinken, Terrinen, Schalentiere, Teigwaren, Pizza, Geflügel, gebratenes Fleisch, Schmelz- und Streichkäse

*Korallenrebe

Im Urgestein der Zeit,
steht für die Ewigkeit,
der stolze Eichenwald.
In seinen Gärten eine Rebe aus Koralle.

Die Kraft des Urmeeres

Einst bedeckte ein gigantisches Urmeer viele Regionen der heute bekannten Weinbaugebiete. In ihm entstanden Korallenstöcke und viele weitere Meeresbewohner, deren Überreste sich in Form von Kalkablagerungen und Sedimenten unterschiedlicher Gesteinssorten mit Lehm verbanden und so für die besondere Zusammensetzung des Nährbodens bis heute sorgen. Der Geschmack der darauf wachsenden Weinreben wird dadurch wesentlich bestimmt. Daher gilt Kalkstaub als beliebter Dünger und Bodenverbesserer, der durch seine desinfizierende Wirkung schädliche Bakterien abtötet und so die Rebe in ihrem Wachstum positiv beeinflusst.